Nach der dreiwöchigen Pause kurvten wir Richtung Holland. Die Anreise war auch diesmal sehr lang. Mit 2 Stunden Schlaf in den Knochen stellten wir am Freitag alles auf und richteten uns ein. Bereits kurz nach 15.00h startete das Freie Training. Der Finne war auch wieder auf Platz und auch die amtierenden Weltmeister Birchall/Birchall wollten dieses Rennen bestreiten. Auf dieser Rennstrecke fuhren Markus und Thomas bereits zum zweiten Mal zusammen. Das Training verlief zufriedenstellend. Bereits nach 13 Runden endete dieses und zurück im Zelt bereiteten wir das Gespann für Samstag vor.
Am Samstag gegen Mittag startete das erste Zeittraining und Markus testete bei dieser Gelegenheit noch andere Reifen. Alles klappte wunderbar, bereits nach sieben Runden kehrten sie in die Boxengasse zurück. Es wurde ein an-derer Hinterreifen montiert und sie fuhren gleich wieder raus. Doch kaum auf der Strecke setzte der Regen ein. Das durfte ja nicht wahr sein! Somit waren sie gezwungen gleich wieder in die Box zu fahren. Das Wetter wollte nicht besser werden, deshalb ging es ab zurück ins Zelt. Sie brachten das Motorrad auf Vordermann, um im zweiten Zeittraining wieder voll angreifen zu können und wenn möglich eine noch bessere Zeit hinzulegen, obwohl wir bereits auf Platz 1 standen. Am Nachmittag im zweiten Zeittraining verbesserten wir die Zeiten nochmals, alles verlief zur absoluten Zufriedenheit. Nach einiger Zeit fuhr ein Medical Car mit Blaulicht auf die Rennstrecke, komischerweise wurde jedoch das Zeittrai-ning nicht abgebrochen. Plötzlich kehrten fast alle Gespanne in die Boxengas-se zurück inkl. Markus und Thomas. Er erzählte uns, dass Eilers/Freund einen Unfall hatten und zwei Krankenwagen neben der Strecke stehen. Zudem wur-de mit weissen und gelben Flaggen geschwenkt, was bedeutet, Vorsicht Krankenauto auf Strecke und langsam fahren. Genau zu dieser Zeit fuhr der Finne seine schnellste Runde und gelang dadurch auf Platz 2. Gabs den so was??
Später richteten sie das Motorrad für das Rennen am Sonntag her.
Am Sonntag sah das Wetter sehr bedenklich aus. Wir hofften, dass die Strecke trocken bleibt. Weil das Warm up mit Slicks gefahren werden konnte, liessen wir dieses gleich aus, da das Rennen bereits nach dem Mittag gestar-tet wurde. Immer wieder zogen schwarze Wolken vorbei, doch es blieb tat-sächlich trocken. Es wurden die Slicks angezogen und alles für das Rennen startklar gemacht. Um 14.05h war es soweit. Alle Gespanne hatten ihre Startplätze eingenommen. Die Ampel war auf rot und dann heulten die Moto-ren auf. Es hat begonnen. Wir an der Box sahen die erste Kurve und als ers-tes bog das schwarz/gelbe Gespann ein. Jetzt hiess es Daumen drücken und hoffen. Nach der ersten Runde kehrten Markus und Thomas als erste zurück. Gefolgt vom finnischen Gespann. Hoffentlich klappte alles gut bis zum Schluss. Runde für Runde setzten sich die zwei Gespanne von den Verfolgern ab. Und auch Markus und Thomas konnten sich vom zweitplatzierten immer weiter absetzen. Und somit konnte das Schweizergespann einen Start/Ziel Sieg einfahren. An diesem Sonntag fuhren Markus und Thomas die schnellste Rennrunde, gewannen das Rennen und holten den Internationalen Deutschen Meistertitel.
Voller Freude konnten wir dann die Heimreise antreten und dies auch noch, ohne das wir den Motor öffnen mussten. Unglaublich!!
6. Lauf auf dem Schleizer Dreieck
Bereits sind wieder vier Wochen seit dem letzten Lauf in Salzburg vorbei und wir starteten nach Schleiz zum 6. Lauf. Die Anreise war wie immer und am Freitagmorgen konnten wir um ca. 7.00 Uhr ins Fahrerlager. Es wurde mit dem Zeltaufbau begonnen, eingerichtet und danach nahmen wir das Frühstück. Nun begann die Warterei. Es gab noch ca. eine halbe Stunde Verspätung da bei einem Solofahrer ein Motorschaden passierte und somit Oel auf der Strecke lag welches zuerst entfernt werden musste. Um ca. 17.15h fand das freie Training statt. Markus und Thomas fuhren hier mal wieder zum ersten Mal zusammen. Da dies eine der härtesten Strecken für Fahrer und Beifahrer ist, waren wir alle sehr auf Thomas gespannt. Und wie das ganze Jahr über verrichtete er seine Arbeit super! Sie fuhren sogar schon schnellere Zeiten als Markus im letzten Jahr. Es gab noch einiges was verbessert werden konnte, was die zwei auch nach dem Training zusammen besprachen um dann am Samstag im ersten Zeittraining anzugreifen. Was noch lustig war, der Finne war nicht anwesend da sein Beifahrer angeblich mit der Schulter Probleme hatte…. Das Training verlief ohne Zwischenfälle und so konnte das Motorrad gereinigt und vorbereitet werden.
Am Samstagmorgen schien die Sonne und so konnten die Slicks montiert werden. Wieder mit einer viertel Stunde Verspätung konnte das erste Zeit-training gestartet werden. Die zwei fuhren raus und drehten einige Runden um dann eine gute Zeit hin zu brettern. Leider gab es jedoch fast nie eine freie Runde und so kamen sie kurzerhand mal in die Boxengasse raus. Diskutierten ob alles so klappt wie es am Vorabend besprochen wurde um dann wieder raus auf die Strecke zu fahren. Nun kam eine gute Zeit doch bereits in der nächsten Runde traf er auf einen viel langsameren Fahrer. Dann überholte er diesen über Start/Ziel und fuhr eine ganz langsame Runde um dann freie Fahrt zu haben. Dies klappte dann auch super. Somit standen wir auf Platz 1 nach 30 Minuten Training. Gegen Abend startete das zweite Zeittraining wieder mit etwas Verspätung. Die Temperaturen waren etwas höher als am Vormittag. Die Zeit wurde genutzt um mit Thomas zusammen Routine zu bekommen. Abends wurde dann das Motorrad für den Sonntag fertig gestellt.
Am Sonntag um 9.05Uhr konnte noch ein 10minütiges Warm up gefahren wer-den. Da das Wetter ein wenig unsicher schien wurde die Hinterachse auf Yo-kohama umgebaut. Das Warm up verlief dann auch ohne Zwischenfälle und so freuten wir uns auf das Rennen welches wieder erst am Abend stattfand. Später wurde das Motorrad für das Rennen parat gemacht. Dann wie üblich begannen wir mit dem wegräumen und Zeltabbau um dann wieder mit warten die Zeit zu vertreiben.
Dann war es soweit. Das Wetter war sehr gut und so konnte mit Slicks ge-fahren werden. Um 17 Uhr war der Rennstart. Wie üblich haben die Teams ihre Startplätze eingenommen und warteten auf die Ampelschaltung. Rot und start…. Markus und Thomas erwischten einen supertollen Start und bogen so-mit als erste in die erste Kurve ein. Nun hofften wir an der Box, dass dies bis zum Schluss so blieb. Runde für Runde kämpften die zwei gegen Hock/Becker die nur einen Abstand von 0,3 Sekunden hatten. Doch bereits nach der fünf-ten Runde wurde der Abstand zum Zweitplatzierten immer grösser. Die ganzen 16 Runden konnten Markus und Thomas den ersten Platz verteidigen und ge-wannen dieses Rennen mit einem Abstand von fast 28 Sekunden.
Nun gehen wir in drei Wochen, mit 31 Punkten Vorsprung, nach Assen zum 7. Lauf.
5. Lauf auf dem Salzburgring
Nach einer ganz kurzen Verschnaufpause fuhren wir nach Österreich auf den Salzburgring. Die Anreise verlief wieder ohne Zwischenfälle und das Wetter versprach diesmal auch nur Gutes. In Erwartung von Hochsommer-Wetter und nach einer kurzen Nacht, starteten wir wieder mit dem Zeltaufbau und dem Einrichten.
Das Freie Training begann diesmal etwas früher und wir waren gespannt was für Zeiten wir fahren werden. Sie fuhren Runde für Runde und die Zeiten wurden immer etwas besser. Doch ganz zufrieden war Markus noch nicht, deshalb fuhren sie nochmals raus um zu verbessern. Nach zwei Runden fuhren die zwei nicht mehr an der Boxengasse vorbei. Was war los? Nach Trainings-ende liefen wir zurück ins Zelt wo bereits Markus und Thomas warteten. Wie auf dem Nürburgring hatte der Seitenwagen Luft verloren. Warum passiert das schon wieder? Der Reifen wurde mit Luft gefüllt um zu sehen wo er Luft ver-liert. Tatsächlich war wieder ein Loch im Pneu, ein neuer musste montiert werden.
Am Samstag fand das erste Zeittraining kurz vor Mittag statt. Die Lufttempe-ratur war schon um die 30 Grad und die Bodentemperatur war kurz vor 50 Grad. Markus und Thomas fuhren gleich wieder als erste raus und drehten den Gashahn sofort voll auf. Leider hatten sie nicht so lange freie Fahrt und so liessen die ganz guten Zeiten ein wenig auf sich warten. Nach 10 Runden kehrten sie kurz in die Box ein. Alles passte und am Chassis gabs auch nichts zum Ändern. Also ab aufs Gespann und wieder raus auf die Strecke. Jetzt fuhren sie auch bessere Zeiten. Nach 19 Runden war das Training zu Ende und wir standen auf Platz 2. Bereits um 15h startete das zweite Zeittraining. Es war noch ein wenig heisser und auch die Strecke war noch etwas wärmer. Auch jetzt ging es Runde für Runde um die Strecke. Leider wurden die Zeiten nicht mehr besser was auf die Hitze zurückzuführen war.
Am Sonntagmorgen war es zwar ein wenig bewölkt doch insgesamt sah der Himmel nicht so schlecht aus. Wir nahmen ein schnelleres Frühstück zu uns um kurz nach 9h das Warm up zu fahren. Der Morgen war ein wenig kühler, so waren auch schnellere Zeiten wieder möglich, was Markus und Thomas wieder Platz 1 ermöglichte. Für’s Rennen musste ziemlich schnell alles fertig gestellt werden. Wir packten auch alles ein, da wir damit rechneten, dass wir nach dem Rennen den Motor öffnen müssen. Kurz vor 12h war es wieder soweit. Die Teams haben die Startplätze eingenommen und warteten auf das Start-signal. Drei, zwei, eins und los… Leider sahen wir von der Box aus den Start nicht und so warteten wir bis die erste Runde durch war. Als erste Bogen Päivärinta, dann Roscher, Hock und erst dann Schlosser/Hofer ein. Die Aufhol-jagd konnte beginnen. In der dritten Runde standen wir bereits auf Platz 3. Anfang der sechsten Runde konnten wir zusehen wie Markus und Thomas gleich beide Führenden auf einen Schlag überholten. Darauf folgten nur noch 1.24er Zeiten. Die Hinteren zogen schön im Windschatten mit und kamen somit auch auf solch gute Zeiten. Markus und Thomas knackten den Runden-rekord. Nach 15 Runden standen die Sieger fest! Markus und Thomas fuhren mit weiteren 25 Punkten nach Hause. Zur Krönung und wie erwartet wurde die Einsicht in den Motorkopf verlangt und auch wie erwartet, war alles in Ordnung.
Zufrieden traten wir am Nachmittag die Heimreise an. Nun geht’s in die Sommerpause. In vier Wochen sind wir dann in Schleiz.
4. Lauf auf dem Sachsenring
Bereits sind wir in der Hälfte der Saison angelangt. Der vierte Lauf fand auf dem Sachsenring statt. Wir hofften diesmal auf angenehmeres Wetter. Nach einer langen Anreise und kurzem Schlaf wurden wir am Freitagmorgen bereits um sechs Uhr ins Fahrerlager eingelassen. Wie immer ging es mit dem Zeltauf-bau los und endete am gemütlichen Frühstückstisch. Doch der Tag zog sich endlos lange hin, bis am Abend kurz vor fünf, das freie Training startete. Die Zeiten waren bereits sehr gut in Anbetracht, dass nur zwei Stunden Schlaf hinter uns lagen.
Am Samstag vor dem Mittag startete das erste Zeittraining. Die zwei waren als erste auf der Strecke und fuhren Runde für Runde. Das Zusammenspiel ist bereits sehr gut was durch die Rundenzeiten auch bestätigt wird. Dieses beendeten wir auf dem ersten Platz. Um 16.20h fand noch das zweite Zeit-training statt welches auch mit Slicks gefahren werden konnte, weil das Wetter so toll mitspielte. Da die Temperaturen nicht so hoch waren, wollte Markus mal mit einem Hinterpneu von Avon fahren. Also wurde die Hinter-achse auf Avon geändert. Wir waren alle sehr gespannt. Die zwei drehten wieder Runde für Runde. Die Zeiten waren auch wieder sehr gut. In der neun-ten Runde kehrten sie in die Boxengasse zurück. Sie waren sehr zufrieden mit Avon und wollten nochmals einige Runden drehen, um zu sehen wie sich der Pneu verhält. Nach 17 Runden war dieses Training zu ende und wir standen auf Platz 1.
Wir hofften, dass am Sonntag das Wetter auch gut bleibt. Am Sonntag-morgen war es ein wenig bewölkt jedoch trocken. Also konnte ein neuer Hinterpneu montiert werden um das Warm up zu fahren. Alles verlief super und so waren wir auf das Rennen am Abend gespannt. Doch zuerst gabs noch Frühstück, dann wurde das Gespann für das Rennen fertiggestellt um dann mit dem Weg- und Aufräumen zu beginnen. Auch das Zelt verstauten wir um es wieder trocken nach Hause zu bringen. Das lange Warten hatte kein Ende. Um 16.00h liess Andy den Motor warmlaufen, zog die Räder an, setzte die Verkleidungsteile auf und stellte alles für das Rennen bereit. Um 16.30h begaben wir uns zur Boxengasse, bereiteten unseren Platz vor um dann auf die Startaufstellung zu gehen. Die Teams bezogen ihren Startplatz und um 17.00h war es soweit. Das Wetter sah gut aus und wir hofften auf einen guten Start. Die Ampel schaltete von Rot auf Grün und ab ging es. Markus und Thomas erwischten einen super Start und zogen als erste in die erste Kurve. Von Runde zu Runde wurde der Abstand zum Team Hock immer grösser. Endlich feierten wir mal wieder einen Sieg! Das Glück stand auf unserer Seite. Das Rennen beendeten wir mit einem Abstand von fast 19 Sekunden auf den zweitplatzierten Hock/Hildebrand.
In zwei Wochen steht das fünfte Rennen in Salzburg auf dem Terminkalender.
3. Lauf auf dem Nürburgring
Nach einer „kürzeren“ Anreise reichte es uns leider nicht mehr um ins Fahrerlager zu kommen und so schliefen wir ausserhalb auf einem Parkplatz. Punkt Sieben standen wir vor dem Eingangstor und warteten auf Einlass. Als wir drinnen waren stellten wir das Zelt auf und räumten alles ein. Das Freie Training startete um 15.40h. Wie immer wollten die beiden so viel wie möglich profitieren und drehten Runde um Runde. Langsam aber sicher wachsen sie zu einem richtig guten Team zusammen. Sie drehten insgesamt 19 Runden. Zurück im Zelt besprachen die zwei was noch optimiert werden kann. Dann wurde das Gespann gereinigt um am nächsten Tag anzugreifen.
Am Samstagmorgen schien bereits die Sonne. Kurz vor Mittag begann das erste Zeittraining. Markus und Thomas drehten Runde für Runde und wurden auch immer etwas schneller. Nach 10 Runden kehrten sie in die Boxengasse zurück um einen anderen Hinterreifen zu montieren, um sofort wieder auf der Strecke anzugreifen. In der letzten Runde konnten sie noch eine gute Rundenzeit fahren. Nun galt es das Motorrad auf das zweite Zeittraining vorzubereiten. Neue Bremsbeläge wurden eingebaut, das bedeutet, diese erst richtig einfahren und danach Gas geben. Also drehten die zwei einige „gemütliche“ Runden um dann wieder etwas mehr am Gaskabel zu ziehen. Leider hatten sie kein Glück mit freier Fahrt und so fuhren sie mal durch die Boxengasse. Es folgten zwei schnellere Runden und schon traf er wieder auf eine Gruppe mit langsameren Gespannen. Also nochmals ab durch die Boxengasse. Es gab noch kurz eine schnellere Zeit und als Markus nochmals einen draufsetzen wollte, hatten sie plötzlich einen aufgeschlitzten Seitenwagenpneu. Gab’s den so was! Somit reichte es nicht auf die Pole Position.
Die Wetterprognosen für Sonntag waren nicht so toll und es fing bereits am Abend mit Regnen an. Am Sonntagmorgen war es immer noch nass und kalt, sagenhafte 10 Grad! Für das Warm up wurden die Regenreifen montiert. Sie drehten einige Runden und nach 10 Minuten war wieder alles vorbei. Das Motorrad musste gründlich gereinigt und für das Rennen vorbereitet werden. Bis zum Schluss war nicht klar welche Reifen nun besser montiert werden. Plötzlich schien die Sonne und da die Startaufstellung in 10 Minuten statt-fand, wurden die Slicks montiert, denn die Rennstrecke war bereits trocken. Kaum waren wir auf dem Startplatz angekommen fing es mit strömendem Regen an. Nun war ein schneller und exakter Reifenwechsel angesagt. Alle waren total durchnässt und kalt war es auch noch. Das Rennen wurde frei-gegeben und die Gespanne zischten ab. Markus und Thomas erwischten einen tollen Start. Trotzdem fuhren sie nach der ersten Runde auf dem 3ten Platz an der Boxencrew vorbei. Diesen konnten sie immerhin bis zum Schluss verteidigten. Als nach 12 Runden das Rennen abgebrochen werden musste, weil sich ein Gespann gedrehte hatte, waren wir noch immer auf dem Dritten Platz. Gewonnen wurde das Rennen von Päivärinta gefolgt von Hock/Hilde-brand. Na ja, besser den Dritten Platz als ausgeschieden. Jedenfalls wissen wir jetzt, dass die Entscheidung bei den Regenreifen die Falsche war. Wir hoffen auf das nächste Rennen welches in drei Wochen auf dem Sachsenring stattfindet.
2. Lauf in Oschersleben
Nach drei Wochen fuhren wir an den zweiten IDM-Lauf nach Oschersleben. Da am Donnerstag ein Feiertag war ging es bereits morgens los, damit wir am Abend im Fahrerlager ankamen um alles aufzubauen und einzurichten. Was erschreckend war, wir waren fast wieder die letzten.
Am Freitag war warten angesagt da erst am Abend das freie Training statt-fand. Das Wetter war kalt doch blieb es trocken. Es war mal wieder soweit. Alles verlief sehr gut. Markus und Thomas setzten das besprochene gut um und die Zeiten konnten sich sehen lassen. Nach der Halbzeit kamen die zwei kurz in die Boxengasse um zu besprechen wo was noch anders gemacht wer-den konnte. Insgesamt absolvierten sie 17 Runden. Bereits am Freitagabend setzte der Regen ein und zog sich bis am Samstag-abend durch. Für beide Zeittrainings waren somit die Regenreifen angesagt, was für Markus und Thomas Premiere war. Die beiden fuhren Runde für Runde um auch dieses Zusammenspiel zu optimieren und beendeten dieses Training auf dem fünften Platz. Das zweite Zeittraining fand am Nachmittag statt. Sie montierten neue Reifen in der Hoffnung, dass sie noch bessere Zeiten fahren. Und so war es dann auch. Zum Schluss standen wir nach diesem Training auf dem dritten Startplatz.
Am Sonntag stoppte der Regenguss und das Warm up wurde mit Slicks ge-fahren. Da Markus und Thomas nicht so viel Training im trockenen hatten, be-nutzten sie dieses Warm up als Training. Sie absolvierten ganze sechs Runden und das sogar noch mit der schnellsten Rundenzeit.
Die zwei waren nun gut gewappnet für das Rennen welches erst am Abend startete. Die Nervosität im Team stieg. Endlich war es soweit, die Startplätze waren eingenommen, die Ampel stand auf rot, die Motoren heulten auf und ab ging‘s. Wir an der Box sahen leider gar nichts vom Start, doch nach der er-sten Runde kehrten Markus und Thomas als Dritte an Start-Ziel vorbei. Ge-führt wurde die Dreiergruppe von Hock/Becker. Nach jeder Runde rückten die drei immer näher zueinander. Dann sahen wir, wie Päivärinta einen Überho-lungsversuch startet. Und plötzlich wurde das Rennen abgebrochen. Was war jetzt passiert? Dann kehrten Päivärinta und Markus/Thomas über Start/Ziel zurück. Hock fehlte. Alle Gespanne fuhren in die Boxengasse hinein. Markus berichtete was geschah. Der Finne hat mal wieder ein Überrundungsmanöver unter gelber Flagge abgezogen und trat gleich wieder voll in die Bremsen wobei Hock keine Chance mehr hatte auszuweichen und auf die Überrundeten Ruppert/Ruppert fuhr. Enrico Becker wurde durch die Luft weggeschleudert und Hock hat sich mit dem Gespann überschlagen. Enrico Becker musste ins Krankenhaus überführt werden. Ursula Ruppert kam mit Prellungen und Stau-chungen davon. Die zwei Motorräder erlitten ziemliche Schäden.
Nach ein paar Minuten wurde das Rennen für sechs Runden neu gestartet, was bedeutete, dass Markus einen tollen Start erwischen musste, um vor dem Finnen in die erste Kurve einzustechen. Die Ampel stand wieder auf rot die Motoren heulten auf und los ging es. Wir an der Box waren wie auf Nadeln. Dann sahen wir wie Markus und Thomas als erste bei uns vorbei zogen. Und der Abstand zum Finnen war bereits riesig. Markus drehte voll am Gaskabel und so fuhren die zwei auch noch die schnellste Runde. Eine sagenhafte 1:31.999! Dieses Rennen Gewannen Schlosser/Hofer souverän vor Päivärinta mit einem Abstand von 4.591 Sekunden.
Nun haben wir die Führung in der Gesamtwertung übernommen. In zwei Wochen findet das dritte Rennen auf dem Nürburgring statt. An dieser Stelle wünschen wir Enrico Becker und Ursula Ruppert gute Gene-sung und hoffen, dass die zwei Teams so schnell wie möglich wieder zurück am Start sein können.
1. Lauf Lausitzring
Nach einer sehr langen und anstrengenden Anreise fuhren wir um 05.00 Uhr auf dem Lausitzring ein. Zwei Stunden Schlaf wurde uns gegönnt bevor wir ins Fahrerlager eingelassen wurden und mit dem Zeltaufbau beginnen konnten. Nach dem Einrichten gab’s ein kurzes Frühstück bevor Markus noch diverses am Gespann erledigte. Das Warten zog sich sehr lange hin bis am Abend das Freie Training gestartet wurde. Alles verlief soweit gut. Da Thomas sich nicht sehr sicher fühlte, weil er noch wenig Erfahrung auf dieser Strecke hatte, unterbrachen wir kurz vor Schluss das Training. Zurück im Zelt bespra-chen Markus und Thomas alles eingehend und detailliert, sie sprachen Kurve für Kurve durch. Vor dem Abendessen bereiteten sie das Gespann für den nächsten Tag vor. Wir alle waren sehr müde und so legten wir uns früh ins Bett.
Am Samstagmorgen beim Erwachen schien bereits die Sonne und wir waren gespannt auf das erste Zeittraining. Thomas profitierte vom gestrigen Ge-spräch, und setzte die neuen Erkenntnisse gut um. Sie fuhren Runde für Run-de um das Zusammenspiel auf dem Gespann zu verfeinern. Auf dem zweiten Platz hinter Hock beendeten sie das Training. Vor dem zweiten Training nah-men sie noch einige Veränderungen am Chassis vor um noch besser angreifen zu können. Die Temperaturen stiegen auf 18 Grad und die Strecke war 10 Grad wärmer als am Morgen. Markus und Thomas verbesserten sich zwar, trotzdem reichte es nicht auf den ersten Platz. Somit stand die Startaufstel-lung fest:
Als letzte Rennhandlung wurde das Motorrad für das Warm up am Morgen vorbereitetet, um danach das Abendessen zu geniessen und zu plaudern. Thomas und Markus schauten sich nochmals Kurve für Kurve an und diskutierten darüber wie sich Thomas am Besten verhält damit Markus die Kurve optimal fahren kann. Dann ging es früh zu Bett um Fit für den nächsten Tag zu sein.
Sonntagfrüh schien die Sonne und die Temperaturen waren auch schon ziemlich warm. Um 09.45h startete noch das 10-minütige Warm up. Dieses wurde genutzt um zu sehen ob das gestern diskutierte Zusammenspiel zwi-schen Markus und Thomas auch so umgesetzt wird oder ob noch ein paar Feinheiten anzusprechen sind. Wie das Warm up beendet war hatten wir eine lange Wartepause vor uns. Das Rennen startete um 17.10h. Bis dahin bereite-ten sie das Gespann vor, wir bauten das Zelt ab und verstauten alles im An-hänger damit wir nach dem Rennen gleich losfahren konnten. Endlich war es soweit, alle Gespanne hatten ihren Startplatz eingenommen, die Ampel schaltete von Rot auf Grün und Markus und Thomas legten einen sensationellen Start hin. Sie übernahmen die Führung und konnten diese bis in die siebte Runde auch halten. Doch plötzlich bekam Markus mit dem Hinterrad Probleme und da er bereits mal erlebt hatte wie es ist wenn ein Hinterpneu explodiert nahm er kurz das Gas zurück um zu sehen, ob es sich wieder ein-pendelt. Genau in diesem Moment nutzte Hock/Becker die Gelegenheit und überholten Markus und Thomas. Auch der Finne war bereits im Anmarsch, Markus gab wieder Vollgas da der Hinterpneu absolut in Ordnung war. Bereits jetzt trafen sie auf die ersten Überrundeten, hinzu kam, dass ein Gespann den Beifahrer direkt vor Markus verlor. Das Gespann von Schröder stand auch ausserhalb somit war gelbe Phase angezeigt was eigentlich bedeutet nicht überholen. Da dies jedoch nicht für den Finnen gilt, überholte er Markus und stand direkt vor ihm voll in die Bremsen. Markus bot sich keine Ausweichmög-lichkeit weil er inmitten anderer Gespanne war die nun auch aufholten und krachte somit voll in den Finnen rein! Gott sei dank entstand kein grösserer Schaden, so das Markus und Thomas noch weiterfahren konnten. Nun stan-den wir bereits auf Platz 3. Da es weitere Überrundungen gab an denen Markus nicht so gut vorbeikam, war die Spitze bereits weg. Ein bisschen konnte noch aufgeholt werden, doch war das Rennen zu kurz. Wir beendeten das erste Rennen auf dem 3. Platz.
Zu Hause heisst es jetzt, neue Spitze für die Verkleidung bestellen sowie Poliestern etc. und das nach dem ersten Rennen! Die Technische Abnahme nach dem Rennen hat sich auch grundlegend, ge-genüber dem Vorjahr, geändert. Der Sieger musste den Motor nicht öffnen und auch sonst wurde nicht grossartig geschaut. Könnte fast denken wir fahren in der WM….
Trainingslager Val de Vienne
Nach der langen Winterpause war es endlich wieder soweit, wir durften ins alljährliche Trainingslager nach Val de Vienne starten. Am Montag als wir aufstanden, schien bereits die Sonne und wir konnten unser Frühstück bei Sonnenschein geniessen. Danach wurden die letzten Vorbereitungen am Gespann vorgenommen, um dann das neue Motorrad endlich auf der Strecke testen zu können.
Die Temperaturen waren noch etwas kühl und somit konnten keine schnellen Zeiten erwartet werden, was auch nicht unser primäres Ziel war, denn schließlich mussten sich Markus und Thomas auch noch aufeinander ein-spielen. Als sie dann in die Box fuhren, war Markus der Meinung, dass die Bremsen nochmals überprüft werden sollten. Es wurde nichts gefunden, also ging man nochmals auf die Strecke, danach wurden die Bremsen nochmals geprüft und man sah, dass die Bremsen vollends verstellt waren, das Problem wurde sofort behoben. Bei den nächsten Testfahrten lief dann alles Reibungs-los und die beiden hatten richtig Spass am fahren.
Am Dienstagnachmittag meinte Markus der Motor ziehe nicht mehr so toll. Die Verkleidung musste vom Gespann runtergenommen werden und da entdeckte man, das die Airbox nicht mehr richtig auf der Einspritzung fest sass, auch dieses Problem wurde korrigiert und es konnte erneut auf die Strecke gehen. Die Zeiten wurden immer besser. Abends war Markus mit allem sehr zufrieden und auch die Zeiten vom letzten Jahr wurden unterboten.
Am Mittwoch wollten Sie bereits vor dem Mittag raus um einige gute Runden zu fahren. Da aber die Streckentemperatur nicht optimal war rutschten sie nur rum. Nach einiger Zeit kehrten sie in die Box zurück. Auch mussten wir feststellen, dass die Airbox erneut von der Einspritzung gerutscht ist. Also wurde oben an der Verkleidung gleich ein Loch rausgeschnitten damit man die Verkleidung besser raufsetzen konnte und die Airbox dadurch nicht wegschob, gleichzeitig wurde erstmals ein Avonreifen montiert um diesen einmal zu tes-ten. Es ging raus auf die Strecke und Runde für Runde wurde mehr gas gege-ben. Zum Schluss unterboten sie sogar noch die Bestzeit von dieser Woche.
Am Donnerstag war es zum ersten Mal nicht so toll mit dem Wetter. Es war bewölkt und es ging ein kühler Wind. Diesmal wurden alle drei Räder neu mon-tiert um zu sehen wie die Zeiten werden. Und tatsächlich, die Zeit konnte nochmals unterboten werden und das trotz sehr starkem Verkehr. Es gab eine sagenhafte 1:44.77! Markus war sehr Zufrieden mit dem Gespann und auch mit Thomas, der seine Sache sehr gut machte. Da alles getestet wurde, was getestet werden musste, und alles in allem super verlief, wurde das Chassis am Abend geputzt und kontrolliert. Man ge-noss den letzten Abend in Frankreich um am Freitagmorgen alles einzupacken und dann die Heimreise anzutreten. Diese verlief ohne Zwischenfälle. Wir kamen abends in Schönbühl an und räumten den Anhänger aus um am Samstag gleich mit dem Ausbau des Moto-res zu beginnen. Markus wollte diesen komplett auseinander nehmen um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Was dann auch bestätigt wurde. Sämtliche teile wurden gereinigt.
Wir blicken auf eine gute und erfolgreiche Woche zurück und wir freuen uns auf die bevorstehende Saison, welche Ende April in Lausitz gestartet wird.